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Romy rockt die USA und Kanada
Bericht vom Samstag, 7. Mai 2011 in der Passauer Neuen Presse
Hinter der Schlagersängerin liegt eine fünfwöchige Reise durch Nordamerika - "Faszinierend und erlebnisreich"
4240 Meilen (rund 6800 Kilometer) hat Romy in den USA und Kanada zurückgelegt. Am 26. März startete die Pfarrkirchnerin ihre Konzerttour in Reading im US-Bundesstaat Pennsylvania. Von dort ging es über New Jersey bis nach Boston (Bundestaat Massachusetts). Dann überschritt Romy die Grenze zur kanadischen Provinz Ontoario: Fünf Städte standen auf dem Programm, bevor die US-Bundesstaaten Ohio, MIchigan, Indiana, Pennsyvania und New York angesteuert wurden. Von New Jersey aus ging es nach gut vier Wochen wieder nach Pfarrkirchen, wohin Romy wohlbehalten zu rückkehrte.
Fünf Wochen, 20 Auftritte und über 4200 Meilen (rund 6800 Kilometer): Das sind die harten Fakten zu der Konzerttour der Pfarrkirchner Schlagersängerin Romy durch die USA und Kanada. Doch viel mehr in Erinnerung sind Romy die emotionalen Momente und schönen Erfahrungen geblieben, die sie bei ihrer Reise machen konnte.
"Wenn man zum Beispiel bei einem Auftritt in Brooklyn die Skyline von Manhattan vor dem Fenster sieht ", so Romy, "da wurde mir erst richtig klar: Du singst in New York!"
Riesenfreude bei Wiedersehen mit Fans
Gestartet war Romy Ende März gen Vereinigte Staaten von Amerika. Der erste Anlaufpunkt war Reading im Bundesstaat Pennsylvania. Hier wie auch bei weiteren 19 Auftritten in Nordamerika erwartete Romy eine Schar von begeisterten Fans. "Die Leute sind Wahnsinn, die haben sich unbandig gefreut, mich zu sehen" - oder aber auch wiederzusehen. Denn die 21-Jährige war bereits 2006 und 2007 in den USA unterwegs. Damals wie heute kamen viele deutsche Auswanderer zu ihren Konzerten. "Es war einfach cool, da waren sogar welche aus Pfarrkirchen dabei", erinnert sich Romy.
Viele der älteren Fans brächten mittlerweile ihre jüngeren Familienangehörigen zu den Konzerten mit. "Die zweite und dritte Generation der Auswanderer kann dann nur noch so halb Deutsch", berichtet Romy. Auf diese Situation stellt sie sich aber ein: Ihr Programm bestreitet sie dann zu einem Drittel auf Englisch - auch die Lieder.
"Weil viele nicht mehr so gut Deutsch können, hängen sie einem an den Lippen und sind brutal aufmerksam", nennt die Sängerin einen Unterschied zu den heimischen Fans. Außerdem seien ihre amerikanischen Anhänger "leicht kitschig" veranlagt: "Meine pinkfarbene Lederhose war jedenfalls der Renner."
Nach jedem Konzert ging für die Rottalerin und ihre Crew mit dem Van in die nächste Stadt. "Das schon stressig, wir hatten weite Strecken zurückzulegen." Aber die Mühen haben sich gelohnt: Überall sang sie vor ausverkauftem Haus.
Auch ein fünftägiger Abstecher nach Kanada gehörte zur Reise. "Der Lifestyle dort ist ganz anders als in den USA. Und die Kanadier sind viel schlanker und schicker", schildert Romy ihre Eindrücke. Toronto sei eine "ungalublich schöne Stadt". Zu Romys Glück stand ein Tag zur freien Verfügung. Sie ergriff die Gelegenheit beim Schopf und wagte sich auf den 553 Meter hohen CN Tower - Fernsehturm und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt. "Ich hab mich dann auch aufs Glass Floor Deck getraut", erzählt Romy. Sie meint damit die auf 342 Meter gelegene Freiluftplattform, bestehend aus Panzerglasplatten. Darunter: der Abgrund.

Tornado-Warnung vor Konzert
Mit einem Besuch der Niagara-Fälle bei winterlichen null Grad ging es zurück in die USA. Ein Temperaturunterschied von rund 30 Grad erwartete Romy dort - einschließlich einer Tornado-Warnung für Sterling Heights im Bundesstaat Michigan. Romy: "Wir hatten schon Angst, dass die Leute ihre Häuser nicht verlassen würden." Doch schließlich gab es Entwarnung: Ihr Konzert konnte doch noch stattfinden.
"Faszinierend, lehr- und erlebnisreich" - so lautet Romys Fazit nach fünf Wochen Nordamerika. Aber auch seit sie wieder in Deutschland ist, ruht sich die Pfarrkirchnerin keineswegs auf ihren Lorbeeren aus: Neben Auftritten ist sie nun auch schwer mit ihrem Studium der Kommunikationswissenschaft in Salzburg, derzeit im vierten Semester, beschäftigt. Nicht zuletzt den Professoren hat sie ihre tollen Erlebnisse in Amerika zu verdanken: Sie gestatteten ihr einige Fehlstunden, die sie jetzt aber so schnell wie möglich nachholen muss.

